Content (a.k.a. Jesse Rose) – The Tribute

Dass der Made To Play-Label Head Jesse Rose auch “deep” kann, hat er in den vergangenen Jahren schon öfters, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Henrik Schwarz für “Stop, Look & Listen“, veröffentlicht auf seinem zweiten Label Front Room Recordings (http://www.discogs.com/release/686869).

Ebenfalls auf Front Room Recordings ist vor kurzem die 12″-Vinyl “The Tribute” erschienen, nicht jedoch unter seinem eigentlichen Namen sondern unter seinem Alias Content.

Als Content steht Jesse Rose für eine deepere Herangehensweise an elektronische Musik, dennoch sagt mir die a-Seite nur bedingt zu: nicht mehr verspielt, sondern wild und unruhig, aufgeregt und rastlos, irgendwie unkonzentriert erscheinen die zahlreichen Soundelemente. In der deutschen Sprache gibt es diesbezüglich (noch) keinen passenden Ausdruck, im englischsprachigen Raum würde man diesen Stil wohl als “fidget house” beschreiben (siehe dazu ein Interview mit Jesse Rose unter http://www.djmag.com/index.php?op=news&story=newsfeat421).

Die b-Seite ist für mich der eigentliche Höhepunkt: Radio Slave, also Matt Edwards, ist wieder einmal in Top-Form und liefert in gewohnter Manier einen Remix ab, der mich von Beginn an fesselt. Der Groove schiebt langsam und beständig nach vorne, vergleichbar mit zähflüssiger Lava. Dunkel, düster, schwer, aber dicht unter der (schwarzen) Oberfläche: heiss und feurig. Diggin’ Radio Slave!





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