Mixed up monday: Ambient, House, Move D

Wonach bemisst sich, wer Headliner eines Festivals ist und wer nicht? Was sind objektive Headliner-Qualitäten? An dieser Stelle könnte man die Anzahl Facebook-Follower heranziehen. Marcel Dettmann folgen zum Beispiel 121k Menschen. Berghain-Kollege Ben Klock hat schon 204k Anhänger. Klock sticht demnach Dettmann. Luciano und Loco Dice dagegen haben beide 800k + Anhänger auf Facebook. Beide stechen also Klock und Dettmann, alleine und zusammen.

Headliner sind Marken. Entsprechend lässt sich ihr Headliner-Wert in psychografischen und ökonomischen Dimensionen erfassen. Letztere interessiert vor allem Großveranstalter, die, wenn alles gut läuft, an einem Wochenende möglicherweise so viel privten Gewinn einfahren, wie ein deutscher Durchschnittsverdiener in fünf Jahren nicht (Grundlage:  1.772 Euro / Monat).

Wer das anpeilt, hat logischerweise nicht mehr viel übrig für Wahrheit und Ausdruck von Kunst, für eine auch emotionale Bedeutung. Wer dies anpeilt, hat letzten Endes nur noch sich und das Geld. Doch auch darüber kann er sich nicht mehr freuen. Denn auch die Freude ist sein Besitz. Er behält sie für sich. Mit ihm möchte ich nicht tauschen – und schon gar nicht über Headliner-Qualitäten sprechen!


I O.D.T. Podcast 007 by Dynamodyse.

II The Citizen’s Band – Live At Robert Johnson (January 2014).


III Wrong Avenue Music Series #13 – Jared Wilson.

IV Not So Silent – 001 – Move D.


V Rico – Accidenti.