Somebody Scream w/ Oliver Hafenbauer, Samstag, 16. Januar 2010

Freiburgs Botschafter für hochwertige (Club-)Musik, Agent Schwiech, Shaddy und Kowski starten am kommenden Samstag, den 16. Januar 2009, mit Somebody Scream eine neue Veranstaltungsreihe im Drifter’s. Thematisch abgedeckt wird damit House, Techno, Disco. Wer wie ich sehr viele Veranstaltungen mit einem “Not this fluffy shit again!” vorzeitig wieder verlässt, sollte für das bevorstehende Wochenende das Drifter’s als seine Anlaufstelle bezeichnen.

Zum Auftakt eingeladen ist denn auch Oliver Hafenbauer, seines Zeichens Resident-DJ im Frankfurter / Offenbacher Robert Johnson. Zudem ist er für Booking-Angelegenheiten sowie für das Label Live At Robert Johnson verantwortlich, hat sich aber dennoch grosszügigerweise dazu bereit erklärt, sich von mir mit einem guten Dutzend Fragen löchern zu lassen. Here you go:

1. Hallo Oliver, Du bist für das Booking des Frankfurter / Offenbacher Clubs Robert Johnson tätig. Dieser Club gilt europa-, wenn nicht gar weltweit als Institution für elektronische Clubmusik und besteht mittlerweile im elften Jahr. Kannst Du ein paar Zutaten des Erfolgsrezepts verraten?

Das Booking mache ich ja nicht seit Beginn des Clubs. Zu den Anfangszeiten war ich selber erstmal nur Gast. Als ich dann mit dem Booking des Programms angefangen habe, ging es in erster Linie um eine Fortsetzung der Traditionen. Der guten Traditionen! Das heißt, es gibt verschiedene Residencies (z.B. Innervisons, Brontosaurus, Freebase etc..), die sich Gast DJs oder Live Acts einladen dürfen. Selbstverständlich in Absprache mit uns: Ata,Sebastian (die den Club gegründet haben) und mir. Das ist das Grundgerüst des Bookings. Natürlich spielt auch eine gewisse Aktualität, ein Albumrelease oder mehrere gute Veröffentlichungen bei der Auswahl der Künstler eine Rolle.

2. Das Robert Johnson hat sich insbesondere aufgrund seiner exquisiten Bookings einen Namen erworben. Was sind die Anforderungen, die ein DJ erfüllen muss, um eine Clubnacht im Robert Johnson bestreiten zu dürfen?

Ich würde die Frage lieber umdrehen. Was macht einen Club aus, dass dort jemand gerne auflegt!

3. Nach welchen Kriterien suchst Du die DJs (und Live Acts) aus? Worauf achtest Du besonders bei der Erarbeitung des Clubprogramms?

Für alle sollte was qualitativ Hochwertiges dabei sein!

4. Lass uns ein wenig in die Vergangenheit blicken: welches war Deiner Meinung nach die bewegenste Clubnacht (bzw. einer Deiner bewegendsten Momente) im Robert Johnson?

Andrew Weatherall am Sonntag der Zehn Jahresfeier, open air auf der Terrasse und einer brennenden Bassbox.

5. Gab es in der Vergangenheit auch Künstler, die nicht mehr gebucht werden (und wenn ja, warum)?

Meist hat es etwas damit zu tun, dass sie sich komplett daneben benommen haben, jedoch drückt man manchmal auch ein Auge zu.

6. Du selbst bist auch als DJ tätig. Was war Deine musikalische Initialzündung?

Die hatte ich Mitte der 90er, genau kann ich das nicht sagen. Zu der Zeit war ziemlich viel los hier in Frankfurt. Da gab es das XS, Omen und den Wildpitch Club. Da sind wir als Teenies hingepilgert!

7. Wer bzw. was sind Deine grössten Einflüsse?

In den 90ern war es Warp Records und Anfang der 00er Jahre Metro Area.

8. Als Resident-DJ bist Du für den musikalischen Support des Hauptacts verantwortlich. Worauf sollte Deiner Meinung nach ein DJ ganz besonders achten, wenn er Die Clubnacht eröffnet?

Langsam starten!

9. Du hast bestimmt auch schon Abende erlebt, an denen es sehr schwer war, die Gäste zum Tanzen zu bringen. Wie gehst Du mit dieser Situation um?

Langsam starten und locker bleiben ist die Devise! Irgendwann geht’s immer rund!

10. Du betreibst gemeinsam mit Manuel Raven die Seite Itsoktohateyourjob. Was für ein Anliegen verfolgt ihr damit?

Wir sehen das als eine Art Kulturförderung..

11. Pläne für Deine musikalische Zukunft?

Mit Christian von Arto Mwambe arbeite ich gerade an mehreren Stücken. Mehr will ich aber noch nicht verraten.

Mehr im Web:

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